Wie äußert sich eine Magenschleimhautentzündung?

Magenschleimhautentzündung

Was ist eine Magenschleimhautentzündung?

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Magenschleimhautentzündung (Gastritis) zwischen der akuten und der chronischen Form.

Die beiden Formen zeigen teilweise unterschiedliche Symptome.

Während die chronische Entzündung der Magenschleimhaut oft schmerzlos ist und daher auch häufig unentdeckt bleibt, kommt es bei der akuten Magenschleimhautentzündung in der Regel zu mehr oder minder starken Beschwerden.

In diesem Artikel möchte ich die Unterschiede zwischen der akuten und der chronischen Magenschleimhautentzündung näher erläutern, damit Sie die Symptome evtl. besser einschätzen können.

Die akute Magenschleimhautentzündung

Bei der akuten Magenschleimhautentzündung treten meist mehrere Symptome gleichzeitig auf.

Dabei handelt es sich häufig um sehr starke Schmerzen im Oberbauch und um ein Druckgefühl in der Magengegend. In schweren Fällen können die Bauchschmerzen auch in Form von Koliken auftreten.

Wenn Sie unter Appetitlosigkeit, Übelkeit . häufigen Aufstoßen, Völlegefühl und manchmal auch sogar an Erbrechen leiden, dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Magenschleimhautentzündung.

Diese Beschwerden treten sehr häufig bei der Flüssigkeitsaufnahme oder direkt nach den Mahlzeiten auf.

Wenn es sich um eine sogenannte erosive Gastritis handelt, dann kann es auch zu Bluterbrechen und Blutungen kommen.

Durch die vermehrte Magensäure gerinnt das Blut im Magen und sieht dann aus wie schwarzer Kaffeesatz. Daher wird diese Form des Erbrechens auch oft als Kaffeesatzerbrechen bezeichnet.

Wenn das Blut dann noch in den Darm gelangt, kann auch der Stuhl schwarz werden, welcher demnach auch oft als Teerstuhl bezeichnet wird.

Die chronische Magenschleimhautentzündung

Die chronische Gastritis verläuft etwas anders ab als die akute Magenschleimhautentzündung.

Das gefährliche an der chronischen Gastritis ist, dass sie meist gar nicht bemerkt wird, da sich keine Beschwerden äußern und nur sehr selten Schmerzen auftreten.

Anzeichen für eine chronische Magenschleimhautentzündung kann jedoch der Hungerschmerz sein. Beim sogenannten Hungerschmerz kann der Hunger nur sehr schwer ertragen werden.

Wenn Sie dann aber nach dem Essen schon nach einer geringen Menge satt sind und an einem Völlegefühl leiden oder sogar Bauchschmerzen bekommen, kann es sich um eine chronische Magenschleimhautentzündung handeln.

Wenn Schmerzen auftreten, können diese auch vermehrt nachts auftreten. Manchmal kommt es auch zu Sodbrennen und Blähungen, sowie einem Druckgefühl im Brustkorb, Husten oder Verdauungsstörungen in Form von Durchfall.

Wenn bedingt durch eine chronische Gastritis länger Blutungen auftreten, kann die Folge sogar eine Blutarmut sein. Und das führt wiederum dazu, dass die Leistungsfähigkeit nachlässt und Sie sich ständig müde fühlen.

Außerdem kommt es in manchen Fällen auch zu einer Gewichtsabnahme und blasser Haut. Sie sollten all diese Symptome auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, denn diese Beschwerden können die ersten Anzeichen dafür sein, dass es sich dabei um bösartige Erkrankung handelt.

Wenn Sie bereits seit einer gewissen Zeit an einigen dieser Symptome leiden, dann sollten sie umgehend einen Arzt aufsuchen, damit dieser zunächst abklären kann, ob es sich in Ihrem Fall um eine Magenschleimhautentzündung handelt und wenn ja, um welche Form der Gastritis.

Erst wenn die Diagnose klar ist und möglichst auch die Hintergründe; Ursachen und Auslöser der Erkrankung abgeklärt sind, kann die richtige Behandlung der Magenschleimhautentzündung/Gastritis erfolgen.

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